Häufige Fragen & Antworten

Was versteht man unter einer Wohneinheit?

Um eine selbständige Wohneinheit annehmen zu können, ist mindestens ein Aufenthaltsraum (zum Schlafen und Wohnen) erforderlich sowie Küche (Kochecke), Toilette und eine besondere Waschgelegenheit. Die Räume müssen eine Einheit bilden, jedoch ist kein eigener Zugang erforderlich. Der Eingang ist unmittelbar vom Freien, über ein Treppenhaus oder einen sonstigen Vorraum erreichbar.

 

Wozu werden beim neuen Tarifsystem die genaue Anzahl der Wohneinheiten benötigt?

Ausschlaggebend für den neuen Grundpreis ist die Wohngebäudegröße, also die Anzahl der Wohneinheiten. Dadurch ist die Bemessungsgrundlage für den Grundpreis nicht mehr abhängig von den installierten Wasserzählern.

 

Werden die Angaben zu der Anzahl der Wohneinheiten geprüft?

Es wird aus Gründen der Gleichbehandlung sichergestellt, dass die Angaben stimmen und diese stichprobenartig überprüft.

 

Was passiert, wenn bei der Selbstauskunft keine Angaben gemacht werden?

In diesem Fall werden die fehlenden Angaben geschätzt werden müssen. Stimmt die Schätzung nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein, sollte der Kunde die Änderung der Daten unter Verwendung des Erhebungsbogens schriftlich anzeigen.

 

Welche Folgen haben falsche Angaben bei der Anzahl der Wohneinheiten?

Falsche Angaben führen zu einer nachträglichen Korrektur bei der Anzahl der Wohneinheiten. Die Korrektur wird mit Bekanntwerden der Falschangaben vorgenommen. Vorsorglich muss darauf hingewiesen werden, dass vorsätzliche Falschangaben des Kunden eine Vertragsstrafe nach § 23 Abs. 2 AVBWasserV auslösen und strafrechtlich verfolgt werden können.

 

 Um wieviel Euro werden die Wasserkosten je Haushalt steigen?

Die Kostenänderung trifft jeden Haushalt unterschiedlich, abhängig vom Wasserverbrauch und der Anzahl der Wohneinheiten des Gebäudes. Nutzen Sie hierzu unseren Tarifrechner, um Ihre individuelle Kostenveränderung zu berechnen.

  

Wird der neue Grundpreis auch für leerstehende Wohnungen fällig?

Ja, der Grundpreis ist auch weiterhin für vorübergehend oder dauerhaft nicht bewohnte Wohneinheiten zu entrichten. Solange ein Anschluss an die Trinkwasserversorgung besteht, erfolgt auch eine Leistungsvorhaltung für das gesamte Gebäude, einschließlich aller darin enthaltenen Wohneinheiten, und zwar unabhängig vom Leerstand (vgl. BGH-Urteil vom  20.05.2015 VIII ZR 136/14). Wichtig ist aus hygienischen Gründen, dass nicht genutzte Leitungsabschnitte bei Wiederinbetriebnahme gründlich gespült werden müssen.

 

Wie verteilen sich die Kosten für die Trinkwasserversorgung?

Um alle Bürger mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu versorgen, ist eine aufwändige Infrastruktur notwendig. Die hohe Anlagenintensität für die Wassergewinnung und Verteilung führt zu einem Fixkostenanteil von ca. 80 Prozent. Diese Kosten fallen unabhängig von der abgegebenen Wassermenge an. Lediglich an die 20 Prozent der Versorgungskosten hängen vom tatsächlichen Trinkwassergebrauch der Kunden ab. In dem bisherigen Tarifsystem findet sich dieser hohe Fixkostenanteil nicht wieder.

 

Steigen bei Nachfragerückgängen die Wasserpreise?

Die Kosten in der Wasserversorgung sind zu 80 Prozent fix - das heißt, sie lassen sich trotz geringerer Absatzmenge nicht reduzieren - und nur zu 20 Prozent variabel. Dieses Verhältnis lässt sich nicht beeinflussen. Die Wasserpreise sind dagegen zu 80 Prozent variabel und nur zu 20 Prozent fix. Dieses Verhältnis ist in der Wasserwirtschaft so üblich, kann aber grundsätzlich verändert werden. Auch wenn die Wassernachfrage sinkt, müssen die nicht veränderbaren Kosten natürlich trotzdem verteilt werden. Mit dem bisherigen Tarifsystems müsste ein Großteil der Kosten auf die Menge verteilt werden. Dieses System ist jedoch besonders anfällig gegenüber Nachfrageschwankungen und kann keine Stabilität gewährleisten. Das soll mit der Änderung des Tarifsystems geändert werden. 

  

Darf die GWW das Tarifsystem ändern?

Ja, denn die "Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV)" (vgl. § 4 Abs. 2) begründet das gesetzliche Recht des Wasserversorgungsunternehmens, seine Bedingungen und Preise zu ändern. Dies gilt damit auch für eine Änderung des Tarifsystems. Es gibt zudem keine gesetzliche Regelung, insbesondere nicht aus der für das Vertragsverhältnis mit dem Tarifkunden geltenden "AVBWasserV", die die Zusammensetzung des Wasserpreises vorschreibt.

 

Sind mit der Tarifänderungen bauliche Maßnahmen an den Gebäuden notwendig bzw. wirkt sich die Tarifumstellung auf den bisherigen Wasserzähler aus?

Die Tarifumstellung macht in keiner Hinsicht Umbaumaßnahmen an den Gebäuden erförderlich und bewirkt keine Änderung der Größe des Zählers. Mit dem Wasserzähler erfolgt weiterhin die Messung des Verbrauchs. Durch die Umstellung des Tarifsystem ist grundsätzlich die Zählergröße zukünftig nicht mehr für die Höhe des Grundpreises ausschlaggebend, denn im Grundpreis ist ein Standardwasserzähler mit technisch erforderlichem Nenndurchfluss von Qn 2,5 / Qn 6 bereits enthalten.

 

Wo erhält man Auskunft bei Fragen?

Sollten Sie weitere Fragen haben, steht Ihnen ein Ansprechpartner unter folgender Nummer zur Verfügung:

Tel.: 06834 944-168

 


 

 

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